“Wunderschön”, “heillos unterschätzt” und “ein kulinarisches Highlight” soll sie sein. In letzter Zeit hört man immer öfter von der “kleinen Schwester” Lissabons. Endlich durften auch wir Porto erkunden und haben unsere persönlichen Highlights für euch festgehalten.

Olá Porto!
Unsere kleine Wohnung im Stadtteil “Vitória” erreichen wir spät abends und machen uns direkt auf zu einem nächtlichen Spaziergang durch das Viertel. Die umliegenden Gassen sind steil und so schmal, dass man seinen Nachbarn die Hand reichen kann.
Trotz der späten Stunde sind die meisten Restaurants noch gut gefüllt und die Gäste sitzen gemütlich beim Abendessen zusammen. Hach, hier tickt die Uhr noch anders.
Auf dem Rückweg erhaschen wir einen ersten schönen Blick auf die “Ponte Dom Luís I”, das Wahrzeichen der Stadt.

Bica und Pastel de Nata
Von laut krähenden Möwen und strahlender Sonne geweckt, starten wir voller Vorfreude in den Tag. Und wie könnte man das besser, als mit einem “Bica” (kleiner schwarzer Kaffee) und einer frischen “Pastel de Nata“? (Für all die, die noch nicht in Versuchung dieses himmlischen, traditionellen Mönchsgebäcks gekommen sind: schon allein das ist die Reise nach Portugal wert!)

Stadtbummel
Unser erstes Ziel ist die Gegend um “Aliados”, wo in den letzten Jahren viele kleine Boutiquen, Arts&Crafts Läden und Concept Stores eröffnet wurden.
Unsere Highlights:

Mercado 48
In diesem Concept Store findet man allerlei Handgemachtes von portugiesischen Designern. An der Kasse gibt es tolle alte Postkarten von Porto zu kaufen!

Coração Alecrim
Liegt versteckt in einer kleinen Gasse. Betritt man den Laden, schlägt das Herz schneller!
Vintage Kleidung, Schmuck, Keramik, Pflanzen und vieles mehr!

A Vida Portuguesa
Ein wunderbar nostalgischer Laden im Jugendstil. Kaufen kann man hier Dekoartikel, portugiesisches Porzellan und typische portugiesische Lebensmittel. Perfekt, wenn man noch ein Mitbringsel sucht.

 

Inspiration
Auf dem Weg sammeln wir natürlich allerlei Inspiration für kommende Serien. Die Farben der blau weiß bemalten und glasierten Keramikfließen („Azulejos“) greifen wir direkt in unserer neuen Serie „Frio“ auf.

Portwein in Gaia
Am Nachmittag führt uns unser Weg nach „Vila Nova de Gaia“ (Kurz Gaia), in der die ältesten Portweinkellereien der Welt beheimatet sind.
Auch wir wollen natürlich ein paar Tropfen dieses, vom Aperitif bis Dessertwein reichenden Geschmackswunders, kosten! Zwei Stunden später und ein paar Gläschen mehr intus verlassen wir bei Abendsonne die riesigen Hallen des „Ramos Pintos“.

Ponte Dom Luís I
Wir haben Glück und überqueren die Ponte Dom Luís Brücke zurück nach Porto genau bei Sonnenuntergang. Der Panoramablick über den Duero, die alten Holzschiffe und die malerische Altstadt ist von hier oben wirklich besonders schön!

Petiscos essen
Abends sind wir mit Freunden in der kleinen “Petiscaria Santo António” zum Petiscos (portugiesische Tapas) essen verabredet und von der Qualität und dem Service begeistert! Unbedingt probieren: “Queijo com doce de abóbora” (Ricottakäse mit Kürbismarmelade und Walnüssen.)

 

Bolhão
Tag zwei starten wir mit einem Besuch der wunderschönen “Bolhão“, einer über 100 Jahre alten Markthalle. Die Händler bieten hier frischen Fisch, Fleisch, Gemüse, Backwaren, exotische Früchte und Blumen an.
Wir decken uns mit Köstlichkeiten für ein kleines Strandpicknick ein und leihen uns zwei Fahrräder – ab ans Meer!

Mit dem Fahrrad zum Meer
Die tosenden Wellen des Atlantiks liegen nur knappe 20 Minuten von der Altstadt entfernt. Während sich hier Anfang März erst wenige Sonnenbadende tummeln, ist die Tide bereits von Surfbegeisterten gesäumt.

Am Nachmittag machen wir Halt im “Armazém“, einer riesigen Lagerhalle mit Antiquitäten, Kunst, allerlei Kuriositäten und einer Tapas Bar. Draußen kann man auf selbstgebauten Möbeln sitzen, entspannte Musik hören und Kaffee trinken.

Wie immer, neigt sich unser Kurztrip viel zu schnell dem Ende zu und wir müssen schon bald unsere Koffer packen.

Porto, até breve – wir sehen uns bald wieder!